Weihnachten in England wird am 25. Dezember gefeiert – nicht an Heiligabend. Das ist der erste und größte Unterschied zu Deutschland, und er erklärt fast alles andere: den späten Bescherungsmorgen, das ausgedehnte Weihnachtsessen mit Truthahn und Christmas Pudding, die Papierkronen am Tisch und den Boxing Day am 26. Dezember. Hier findest du alle britischen Weihnachtstraditionen im Überblick – was sie bedeuten, woher sie kommen und wie du sie selbst erlebst.

Ein Hinweis zur Sprache: Viele der Bräuche auf dieser Seite gelten für ganz Großbritannien, also für England, Schottland, Wales und Nordirland. Wo es Unterschiede gibt, sagen wir es.

Wann feiert man Weihnachten in England?

Der große Tag ist der 25. Dezember, der Christmas Day. Heiligabend, der Christmas Eve, ist in Großbritannien ein Vorabend: Man schmückt fertig, geht vielleicht in die Kirche zur Midnight Mass, trifft Freunde im Pub und hängt die Weihnachtsstrümpfe auf. Geschenke gibt es erst am nächsten Morgen. Wer in England mit Briten Weihnachten feiert und um 18 Uhr am 24. auf die Bescherung wartet, wartet lange.

Der 26. Dezember ist der Boxing Day – ein eigener Feiertag mit eigenem Charakter, nicht einfach der zweite Weihnachtstag. Beide Tage sind in England Bank Holidays. Fällt einer davon auf ein Wochenende, wird der Feiertag auf den nächsten Werktag verschoben, was für die Weihnachtstage 2026 relevant ist: Der 25. Dezember 2026 ist ein Freitag, der 26. Dezember ein Samstag. Prüfe die offiziellen Bank-Holiday-Termine der britischen Regierung, bevor du Flüge oder Öffnungszeiten planst.

Was am 25. und 26. Dezember in Großbritannien praktisch stillsteht: Der Zugverkehr ist am Christmas Day landesweit eingestellt, viele Museen und fast alle Geschäfte sind geschlossen. Wer über Weihnachten anreist, sollte das bei der Reiseplanung einrechnen.

Die 10 schönsten Traditionen zu Weihnachten in England und Großbritannien

Weihnachtsmärkte in Großbritannien

Beleuchteter Weihnachtsmarkt in Großbritannien mit Holzständen und Weihnachtsbaum

Es gibt keinen besseren Weg, die Weihnachtszeit einzuläuten, als einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in der Nähe. Die großen Märkte in Manchester, Birmingham, York, Edinburgh und Bath verwandeln sich in ein Winterwunderland mit majestätischen Weihnachtsbäumen und schillernden Lichtern. Egal ob du in der Stimmung für Weihnachtseinkäufe, heiße Schokolade oder gemütliches Essen bist – die Märkte haben für jeden etwas. Neben den Ständen gibt es jede Menge Unterhaltung, von Live-Musik bis zum Schlittschuhlaufen.

Wenn du vergleichen möchtest: Wir haben auch die schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland und Frankreich zusammengestellt, sowie die schönsten Weihnachtsmärkte in Europa.

Weihnachtskarten verschicken

Das Versenden von Weihnachtskarten ist eine besonders beliebte Tradition in Großbritannien, die auf das Jahr 1843 zurückgeht, als die erste kommerzielle Weihnachtskarte produziert wurde. Für viele Briten ist es bis heute ein fester Bestandteil der Weihnachtsvorbereitungen, Karten mit festlichen Motiven an Freunde und Familie zu schicken – oft mit einem handgeschriebenen Gruß und dem Hinweis, wann man sich das nächste Mal sieht.

Wie wäre es dieses Jahr mit einer Weihnachtskarte, die dem Empfänger eine echte Überraschung bietet? Mit Flightgift kannst du einen Reisegutschein personalisieren und als Weihnachtskarte verschicken. Der Gutschein lässt sich bei den Flightgift-Partnerairlines weltweit einlösen – eine schöne Alternative zur klassischen Karte. Wer es gleich als Weihnachtsgeschenk plant, findet unter Gutschein zu Weihnachten alle Varianten.

Mince Pies

Mince Pies mit Puderzucker auf einem Blech

Um einen authentischen Eindruck von Weihnachten in England zu bekommen, solltest du dir Mulled Wine und Mince Pies gönnen. Mulled Wine ist die britische Version des Glühweins: Rotwein mit Orange, Zimt und Nelken, oft mit einem Schuss Portwein. Mince Pies sind kleine Mürbeteigtörtchen, gefüllt mit Mincemeat – einer süßen Mischung aus Trockenfrüchten, Zitrusschale und Gewürzen. Trotz des Namens ist heute kein Fleisch darin, auch wenn traditionelle Rezepte Rindertalg verwenden.

Auf fast jeder Weihnachtsfeier gibt es beides. Mince Pies sind in Supermärkten schon ab November erhältlich und werden am besten lauwarm zur Mittagszeit gegessen. Wenn du noch mehr weihnachtliche Leckereien probieren möchtest, lohnt ein Besuch auf dem Londoner Borough Market.

Pantomime

Traditionelle britische Pantomime-Show auf der Bühne

Bist du auf der Suche nach der besten Weihnachtsunterhaltung? In der Weihnachtszeit ist es in Großbritannien üblich, eine Pantomime zu besuchen – eine Art musikalisches Comedy-Theater, kurz „Panto“. Die Wurzeln liegen in der italienischen Commedia dell'Arte, der Tradition des improvisierten Theaters; die Handlungen wurden später mit Volksmärchen und Geschichten aus Tausendundeiner Nacht vermischt.

Mach dich auf eine gute Portion Slapstick, aktuelle Witze und viel Publikumsbeteiligung gefasst: Wenn der Bösewicht auftritt, wird gebuht, und „He's behind you!“ ruft der ganze Saal. Männerrollen werden von Frauen gespielt und umgekehrt. Möchtest du lieber einen Klassiker erleben? Dann buche eine West-End-Vorstellung in London.

Weihnachtslieder singen

Ein Chor singt Weihnachtslieder bei Kerzenlicht

Eine weitere Tradition, die sich durch die ganze Adventszeit zieht, ist das Carol Singing. Von kleinen Kindergruppen bis zu erfahrenen Chören ziehen Sängerinnen und Sänger von Tür zu Tür, singen Weihnachtslieder und sammeln Geld für wohltätige Zwecke. Wenn du aufmerksam zuhörst, hörst du sie auch in großen Einkaufszentren und auf den Hauptstraßen.

Besonders schön sind die Carol Concerts in den großen Kathedralen – York Minster, Kings College Cambridge und die St Paul's Cathedral in London gehören zu den bekanntesten. Die Termine stehen meist im November fest und sind schnell ausverkauft, es lohnt sich also, früh auf der Website der jeweiligen Kathedrale nachzusehen. Für die Übernachtung findest du bei Hotelgift passende Gutscheine.

The King's Speech

Menschen versammeln sich vor dem Buckingham Palace in der Weihnachtszeit

Es wäre kein Weihnachtstag ohne eine Ansprache der königlichen Familie. Jahrzehntelang hielt Königin Elisabeth II. die jährliche Weihnachtsansprache; seit ihrem Tod am 8. September 2022 spricht ihr Nachfolger, König Charles III. Die Tradition geht auf das Jahr 1932 zurück, als König George V. eine Weihnachtsbotschaft für das Radio aufnahm. Übertragen wird die Rede am Nachmittag des 25. Dezember im Fernsehen, im Radio und online – für viele Familien ist es der Moment, in dem sich alle nach dem Essen im Wohnzimmer versammeln.

Willst du sehen, wo die Rede gefilmt wird? Mach eine Tour durch Windsor Castle oder den Buckingham Palace.

Der Weihnachtstag

Familie sitzt am gedeckten Tisch beim englischen Weihnachtsessen

Weihnachten in England ist ein Familienfest und wird am 25. Dezember gefeiert. Der Tag beginnt früh: Kinder stürmen zu den Weihnachtsstrümpfen und zum Baum, wo der Weihnachtsmann – Father Christmas – die Geschenke gelassen hat. Danach folgen für viele der Gottesdienst und anschließend das Christmas Dinner mit Truthahnbraten und Christmas Pudding, meist am frühen Nachmittag statt abends.

Für die, die den Tag anders verbringen möchten, haben sich moderne Traditionen entwickelt: der Familienfilm im Fernsehen, ein Spaziergang an der frischen Luft oder – in mutigen Familien – ein Christmas Swim im Meer.

Das Weihnachtsessen

Truthahnbraten mit Beilagen als englisches Weihnachtsessen auf dem Tisch

Das Weihnachtsessen in Großbritannien ist eine kulinarische Tradition aus herzhaften und süßen Speisen. Im Mittelpunkt steht der Weihnachtsbraten, traditionell ein Truthahn, begleitet von Roast Potatoes, Gemüse, Cranberrysauce und Yorkshire Pudding. Dazu kommt Stuffing, eine Füllung aus Brot, Kräutern und manchmal Wurstfleisch, sowie die berühmten Brussels Sprouts – Rosenkohl, über den jedes Jahr aufs Neue gestritten wird.

Zum Nachtisch gibt es Christmas Pudding, den reichhaltigen, fruchtigen Dampfkuchen, der am Tisch mit Brandy flambiert und mit Brandy Butter serviert wird. Mince Pies runden das Festessen ab. Welches Gericht was ist, findest du im Überblick weiter unten.

Christmas Crackers

Freunde am Weihnachtstisch mit Christmas Crackern und Papierkronen

Christmas Crackers sind eine der bekanntesten britischen Weihnachtstraditionen. Diese bunten, zylinderförmigen Überraschungspakete aus Pappe werden an beiden Enden gezogen und brechen mit einem charakteristischen Knall auseinander. Im Inneren findet man eine Papierkrone, einen kleinen Gegenstand oder ein Spielzeug und einen Witz oder ein Rätsel auf einem Papierstreifen.

Und ja – die Papierkronen werden während des gesamten Weihnachtsessens getragen, von allen, unabhängig vom Alter. Das ist keine Kinderregel, sondern Familienkonsens: Wer die Krone abnimmt, verdirbt den Spaß. Die Kronen erinnern an die Papierhüte, die im 19. Jahrhundert bei festlichen Anlässen getragen wurden, und sind einer der Gründe, warum britische Weihnachtsfotos so unverkennbar aussehen.

Erfunden wurden die Cracker im 19. Jahrhundert vom Londoner Konditor Tom Smith, der seine Bonbonverpackungen mit einem kleinen Knallstreifen versah. Heute sind sie fester Bestandteil fast jeder britischen Weihnachtstafel.

Boxing Day

Zuschauer beim traditionellen Pferderennen am Boxing Day

Der Boxing Day am 26. Dezember ist ein eigener Feiertag. Historisch war es der Tag, an dem Bedienstete und Handwerker von ihren Arbeitgebern eine „Christmas Box“ bekamen – ein kleines Geschenk oder Geld als Dank für die Dienste des vergangenen Jahres. Mit Boxsport hat der Name nichts zu tun.

Heute ist der Boxing Day bekannt für seine entspannte Atmosphäre, Familientreffen und Sport: Der Fußballspielplan am Boxing Day ist eine Institution, dazu kommen die großen Pferderennen. Außerdem beginnt an diesem Tag der Winterschlussverkauf, bei dem viele Geschäfte und Online-Händler deutliche Rabatte anbieten – für viele Briten gehört die Schnäppchenjagd inzwischen genauso zum Fest wie der Truthahn.

Das englische Weihnachtsessen im Überblick

Wenn du nur eine Sache über Weihnachten in England mitnehmen willst, dann das Essen. Das Christmas Dinner wird meist am frühen Nachmittag des 25. Dezember serviert, dauert mehrere Stunden und folgt einem festen Ablauf. Hier sind die Gerichte, die dazugehören:

Gericht Was es ist
Roast Turkey Der Truthahnbraten als Hauptgericht. In manchen Familien stattdessen Gans, Rinderbraten oder Schinken.
Roast Potatoes Im Ofen geröstete Kartoffeln, außen knusprig, klassisch in Gänsefett gebraten.
Stuffing Füllung aus Brot, Zwiebeln, Kräutern und oft Wurstfleisch, als Beilage oder im Vogel gegart.
Brussels Sprouts Rosenkohl, oft mit Speck oder Kastanien. Das umstrittenste Gericht auf dem Tisch.
Pigs in Blankets Kleine Würstchen im Speckmantel. Für viele Briten der eigentliche Höhepunkt.
Yorkshire Pudding Luftige Backteigförmchen, die die Bratensauce aufnehmen.
Cranberry Sauce & Gravy Süße Cranberrysauce zum Truthahn, dazu Bratensauce über alles.
Christmas Pudding Dunkler, gedämpfter Früchtekuchen mit Brandy flambiert, serviert mit Brandy Butter.
Mince Pies Mürbeteigtörtchen mit süßer Trockenfruchtfüllung, das ganze Dezember-über-Gebäck.
Christmas Cake Schwerer Früchtekuchen mit Marzipan und weißem Zuckerguss, oft Wochen vorher gebacken.
Mulled Wine Britischer Glühwein mit Orange, Zimt und Nelken, häufig mit Portwein verfeinert.

Vegetarische Haushalte ersetzen den Truthahn meist durch eine Nut Roast oder einen Wellington mit Pilzen – der Rest des Tellers bleibt identisch. Und was am Boxing Day auf den Tisch kommt, steht schon fest: die Reste, kalt, als Sandwich mit Cranberrysauce.

Weitere britische Weihnachtsbräuche

Christmas Stockings am Kamin

Am Heiligabend hängen Kinder einen Weihnachtsstrumpf ans Kaminbrett oder ans Fußende des Bettes. Am Morgen des 25. Dezember ist er gefüllt – mit Kleinigkeiten, Süßigkeiten und ganz traditionell einer Orange oder Mandarine in der Spitze. Die großen Geschenke liegen unter dem Baum, der Strumpf ist das Erste, was die Kinder in die Hände bekommen.

Mince Pie und Karotte für den Weihnachtsmann

Bevor die Kinder ins Bett gehen, stellen sie etwas für Father Christmas bereit: einen Mince Pie und ein Glas Sherry oder Milch. Und für die Rentiere gibt es traditionell eine Karotte – manchmal mit einem angeknabberten Ende, wenn die Eltern gründlich arbeiten. In manchen Familien wird zusätzlich ein Teller mit Haferflocken oder „Reindeer Food“ im Garten verstreut.

Advent in England

Die Adventszeit gibt es auch in Großbritannien, sie sieht aber anders aus als in Deutschland. Adventskalender sind sehr verbreitet und meist mit Schokolade gefüllt; der Adventskranz mit vier Kerzen ist dagegen vor allem in Kirchen zu finden und nicht der Mittelpunkt im Wohnzimmer. Auch die Adventssonntage werden im Alltag kaum begangen. Dafür startet die Weihnachtsstimmung früher: Die großen Lichter in der Oxford Street und der Regent Street in London werden schon im November eingeschaltet.

Mistletoe – der Mistelzweig

Ein Mistelzweig über der Tür ist eine Einladung: Wer darunter stehen bleibt, darf geküsst werden. Der Brauch ist älter als das christliche Weihnachtsfest und hält sich vor allem auf Weihnachtsfeiern und Firmenpartys hartnäckig.

Christmas Jumpers

Der bewusst hässliche Weihnachtspullover ist in Großbritannien eine eigene Disziplin. Es gibt einen Christmas Jumper Day, an dem im Büro und in der Schule zugunsten wohltätiger Zwecke der schrillste Pullover getragen wird – je mehr Rentiere, Lichterketten und Glitzer, desto besser.

Weihnachten in England – für Kinder erklärt

Kurz und einfach, zum Beispiel für ein Referat oder ein Plakat:

  • Wann? Am 25. Dezember, dem Christmas Day. Heiligabend heißt Christmas Eve und ist noch kein Geschenktag.
  • Wer bringt die Geschenke? Father Christmas – der englische Weihnachtsmann. Er kommt nachts durch den Kamin.
  • Wo liegen die Geschenke? Unter dem Weihnachtsbaum und in Weihnachtsstrümpfen, die am Kamin hängen.
  • Was essen englische Familien? Truthahn mit Kartoffeln und Rosenkohl, danach Christmas Pudding.
  • Was ist ein Christmas Cracker? Eine Papprolle, die man mit einem Knall auseinanderzieht. Darin sind eine Papierkrone, ein Witz und ein kleines Geschenk.
  • Warum tragen alle Kronen? Weil sie aus den Crackern kommen. Sie werden während des ganzen Essens getragen.
  • Was ist der 26. Dezember? Der Boxing Day. Früher bekamen Angestellte an diesem Tag eine „Christmas Box“ geschenkt.
  • Wie sagt man Frohe Weihnachten? „Merry Christmas!“

Weihnachten in England selbst erleben

Fluggutschein

Der Unterschied zwischen darüber lesen und dabei sein ist bei diesem Fest besonders groß. Ein Christmas Dinner mit Papierkronen, ein Panto mit 800 buhenden Zuschauern und ein Spaziergang durch London im Dezemberlicht sind Dinge, die man einmal mitgemacht haben sollte.

Wenn du Weihnachten in England verschenken statt selbst verreisen möchtest, ist ein Fluggutschein von Flightgift eine gute Lösung: Der Beschenkte wählt Reiseziel und Termin selbst, was gerade über die Feiertage praktisch ist. Für den passenden Anlass haben wir eine eigene Seite mit Gutscheinen zu Weihnachten, und wenn du noch Inspiration brauchst, findest du bei Weihnachtsgeschenken für Eltern weitere Ideen.

Du willst sehen, wie andere Länder feiern? Wir haben auch Weihnachten in Deutschland und Weihnachten in Frankreich beschrieben.

Häufige Fragen zu Weihnachten in England

Wann feiert man Weihnachten in England?

Am 25. Dezember, dem Christmas Day. Heiligabend, der 24. Dezember, ist der Vorabend: Man schmückt fertig, geht in die Kirche oder in den Pub und hängt die Weihnachtsstrümpfe auf. Die Bescherung findet erst am Morgen des 25. statt. Der 26. Dezember, der Boxing Day, ist ebenfalls ein Feiertag.

Wie feiert man Weihnachten in England?

Früh aufstehen, Strümpfe und Geschenke unter dem Baum öffnen, für viele danach der Gottesdienst, dann das Christmas Dinner am frühen Nachmittag – mit Christmas Crackers und Papierkronen am Tisch. Nach dem Essen läuft die Weihnachtsansprache des Königs, danach ein Film oder ein Spaziergang. Am 26. Dezember folgt der Boxing Day mit Sport, Resten und dem Beginn des Winterschlussverkaufs.

Was isst man in England an Weihnachten?

Als Hauptgericht Roast Turkey, also Truthahnbraten, mit Roast Potatoes, Stuffing, Rosenkohl, Pigs in Blankets, Yorkshire Pudding, Cranberrysauce und Gravy. Zum Nachtisch Christmas Pudding, mit Brandy flambiert und mit Brandy Butter serviert. Dazu über die gesamte Weihnachtszeit Mince Pies, Christmas Cake und Mulled Wine.

Warum tragen die Engländer Papierkronen an Weihnachten?

Die Kronen stecken in den Christmas Crackers, die zu Beginn des Weihnachtsessens gezogen werden. Jeder am Tisch setzt seine Krone auf und behält sie während des ganzen Essens – Erwachsene eingeschlossen. Sie gehen auf Papierhüte zurück, die im 19. Jahrhundert bei festlichen Anlässen getragen wurden.

Gibt es Advent in England?

Ja, aber weniger ausgeprägt als in Deutschland. Adventskalender mit Schokolade sind sehr verbreitet, der Adventskranz mit vier Kerzen findet sich dagegen vor allem in Kirchen. Die Adventssonntage spielen im Alltag kaum eine Rolle. Dafür beginnt die öffentliche Weihnachtsbeleuchtung, etwa in der Oxford Street in London, schon im November.

Was ist der Boxing Day?

Ein gesetzlicher Feiertag am 26. Dezember. Der Name kommt von der „Christmas Box“, dem Geschenk, das Bedienstete und Handwerker früher an diesem Tag von ihren Arbeitgebern erhielten. Heute steht der Tag für Familientreffen, Fußball und Pferderennen sowie für den Start des Winterschlussverkaufs.

Was stellen britische Kinder für den Weihnachtsmann und seine Rentiere bereit?

Für Father Christmas einen Mince Pie und ein Glas Sherry oder Milch, für die Rentiere traditionell eine Karotte. Manche Familien streuen zusätzlich Haferflocken oder „Reindeer Food“ im Garten aus.

Wird in England Heiligabend gefeiert?

Christmas Eve ist ein Vorabend, kein Hauptfeiertag und kein Bank Holiday. Typisch sind letzte Besorgungen, ein Treffen im Pub, für manche die Midnight Mass und das Aufhängen der Weihnachtsstrümpfe. Geschenke werden erst am 25. Dezember geöffnet.